Marktperformance 2020

von Christoph

Auf meinem Raspberry Pi läuft jeden Morgen um 6:30 ein Cron-Job, der den Gesamtwert meines Aktien- und ETF-Depots bestimmt und in eine SQLite-Datenbank schreibt. Nach einem Jahr gibt es hier also 365 Einträge. Das zu betrachten wäre allerdings einigermaßen langweilig weil ich regelmäßig Transaktionen vornehme und die Performance sozusagen von außen verzerrt wird.

In der Datenbank pflege ich aber auch die Transaktionen (Käufe und Verkäufe) und nun wird es interessant. Die kann man nämlich herausrechnen. Im Jahr 2020 waren es 51. Das klingt für einen Buy-and-Hold-Ansatz nach sehr viel. 12 davon waren Sparpläne, die kommen also so oder so. Der Rest wurde von meinem Crash-Plan ausgelöst. Als die Börsen eingebrochen sind, habe ich regelmäßig an bestimmten Schwellenwerten nachgekauft. Da die Schwellenwerte sehr zügig gerissen wurden, waren die zeitlichen Abstände des Nachkaufens auch kurz. Doch zurück zum Herausrechnen von Transaktionen. Wir nehmen den Depotwert vom 1.1.2020 als Basis (baseline) und:

  • für jeden Kauf wird ab Kaufdatum jeder Depotwert um den Kaufpreis reduziert
  • für jeden Verkauf wird ab Verkaufsdatum jeder Depotwert um den Verkaufspreis erhöht

Damit sehen wir nur noch die Performance des Depots vom 1. Januar und Veränderungen, die direkt aus dem Depotbestand generiert wurden. Kursbewegungen von Zukäufen (Δ) gehen ein, nicht jedoch die Zukäufe. Und hier ist das Ergebnis, die bereinigte Veränderung in Prozent:

Gewinn-Verlust-Chart

Für ein Krisenjahr doch garnicht so schlecht. Der Einbruch im März tat weh, aber er war gedämpft. Während es im Allgemeinen auch mal 40% abwärts ging, traf es mich "nur" mit 25%. Trotzdem kein schönes Gefühl, gerade ein Viertel ärmer zu sein als noch einen Monat zuvor. Im kumulierten Chart war das allerdings nicht so krass sichtbar. Ich hatte ja den Plan und die Reserven. Tatsächlich sah es so aus, als wäre ich nur kurz maximal 5% im Minus weil ich das Depot immer wieder hochgekauft habe. In der Gewinnzone war ich erstmals wieder im September, stabiler ab November. So werde ich das Jahr mit Kursgewinnen von 6% verlassen (zuzüglich ein paar Dividenden). Da wird so mancher hochbezahlter Fonds-Manager schlechter abschneiden. Klar, berauschend ist das auch nicht (in Krisen werden Reiche gemacht), allerdings bin ich ja eher defensiv aufgestellt. Das begrenzt die Verluste - aber eben auch die Gewinne.

Alles Käse!

von Christoph

Ich muss nochmal auf Cynthia Barcomis Backbuch eingehen. Weil das letzte Mal schon recht lang her ist, laufe ich auch nicht Gefahr, eine kommentierte Rezeptsammlung (neudeutsch Foodblog) zu werden. Ich habe auch gar keine Lust, das Rezept hier abzutippen und möchte stattdessen nur kurz den New York Cheesecake besonders lobend hervorheben. Den habe ich nämlich gebacken.

Werkzeugmäßig bin ich vergleichsweise schlecht ausgestattet. Anstelle eines Handrührgerätes habe ich Frischkäse, Eier und Sahne mit einem Pürierstab vermixt. Anstelle eines tiefen Backbleches um die Springform, habe ich einfach eine Lasagne-Auflaufform geflutet. Ja, der Amerikaner backt Käsekuchen gut abgedichtet im Wasserbad. Komisch, dass es im 180°C heißen Ofen nicht vollständig verdampfte. Ich nehme an, das liegt an der Sättigung. Irgendwann ist die Luft schlichtweg feucht genug.

Typisch männlich habe ich dabei eine Menge Dreck gemacht. Aber hey, das Ergebnis zählt: ein supersaftiges süßes Meisterwerk mit Blaubeertopping (nur Kulturbeeren, Saison für Wildwuchs ist erst später). Arbeitsmäßig ist das Rezept eine Menge Aufwand - für mich als Amateur etwa 2-2,5 Stunden. Mit etwas Begabung oder alternativ auch Übung kann man das bestimmt auf die Hälfte reduzieren. Ich werde das in jedem Fall nochmal machen, dann aber mit besserer Ausrüstung.

Demächst gibt es aber erstmal wieder Fleisch.

Jahresrückblick 2014

von Christoph

Ende des Jahres fängt man meist an, rückblickend zu bewerten. Da mach ich auch mal mit! Ich habe mir dieses Jahr keinen Eimer mit eisgewürfeltem Wasser über den Kopf geschüttet sondern ganz unspektakulär Hobbies fortgesetzt, ausgebaut und wiederentdeckt.

Computerfreaking: Ja, mein Beruf ist auch mein Hobby. Letzteres war zuerst da. In 2014 war mein hobbymäßiger Output nicht sehr hoch. Neben vielen Literaturstudien, Theorie und Code-Reviews kamen zwei größere Projekte heraus: MusicDb und Geogen 4.0. Ich hatte aber auch "klassischen" Spaß am Computer. Die besten Spiele auf meinem PC waren Wolfenstein The New Order (Bethesda Softworks) und The Walking Dead Season 1 (Telltale Games).

Fotographie: Es gab komplett neues Equipment auf semiprofessionellem Niveau (bilde ich mir zumindest ein). Besonders nützlich war das auf Reisen nach Boston in den USA und in die Blaubeeren sowie für Zeitrafferaufnahmen. In 2015 will ich es weiter ausbauen, sobald das Wetter wieder angenehmer ist. Mir schwebt da schon was vor :).

Kochen und Backen: Gutes Essen ist ja schon was wert! Noch mehr, wenn man es selber macht. 2014 waren dabei: Lasagne, Pizza, Grillsteaks, Rosmarinkartoffeln, Gemüsepfanne pour homme und Walnuss-Bananen-Muffins.

Sport: Oh ja ganz neu! Beziehungsweise eigentlich ganz alt, denn ich war bis vor 10 Jahren schon einmal ambitionierter Läufer. Ich habe dieses Hobby dieses Jahr wiederbelebt, genauer im April. Leider hatte das ziemlich negative Auswirkungen auf mein Gewicht - oder wie ich es nenne: Down with the Christoph!

Banana Walnut Muffins

von Christoph

Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen :). Hier nun bewegte Bilder der Spiegelreflex. Aber nicht irgendwelche mit der Videofunktion! Natürlich mit Impulsgeber, eingestellt auf 3 Sekunden und zusammengefügt zu einem Zeitraffer mit ffmpeg.

Es geht um Bananen-Walnuss-Muffins nach einem Rezept von Cynthia Barcomi (natürlich!). In der Zutatenübersicht im Video fehlen Nelken, aber ich wollte es nicht nochmal komplett neu timen und rendern, nachdem es bereits fertig war. Einfach dazudenken.

Pizza deluxe vom Pizzastein

von Christoph

Hier ein paar Tipps und Erfahrungen für's Pizzabacken. Ein guter Teig ist einfach und nur etwas langwierig in der Zubereitung. Ich mache immer den von Chefkoch.de, nehme allerdings nur die Hälfte der Zutaten und lasse ihn nur eine Nacht liegen. Bei mir reicht das für 4 mittelgroße oder 8 Minipizzen. Die Verwendung von Pizzamehl (zum Beispiel von Gustini) kann ich empfehlen. Der Teig ist damit viel leichter zu formen ohne zu reißen. Es heißt, man solle zur Liebe der Luftbläschen kein Nudelholz benutzen. Das italienische Ziehen und Schleudern habe ich dann aber noch nicht hingekriegt - plattgerollt ergibt einfach die schönere Form.

Für den Belag gilt: weniger verschiedene Zutaten sind besser und angebratene Zutaten sind schmackhafter. Neben den obligatorischen Tomaten und geriebenem Mozarella (anderer Käse hat auf einer Pizza nichts zu suchen!) habe ich diesmal Pilze mit Zwiebeln und wahlweise Thunfisch, französischen Schinken und ungarische Salami vorbereitet. Schinken und Salami kommen nach dem Backen auf die Pizza - vertrocknet oder verkohlt steigern sie den Geschmack nicht ins Positive.

Gebacken wird auf einem Pizzastein. Den Humpen bekommt man zum Beispiel bei Amazon.de recht günstig. Der passt in jeden Ofen, volle Pulle (bei mir 250°) für 30 min vorheizen und dann die Pizzen 8 Minuten drauf. Sehr lecker und kein Vergleich mit Tiefkühlprodukten!

Kochen, Knippsen, Essen

von Christoph

Letztens schrieb ich noch, dass es Zeit für eine Spiegelreflexkamera wird. Gesagt, getan! Und was gibt es besseres, als das neue Männerspielzeug mit gutem Essen auszuprobieren? Lasagne. Hmmm.

Benötigt wird zum Bespiel:

Die Bilder habe ich mit Automatikprogramm von einem Stativ aufgenommen, ich habe nämlich auch Belichtungsreihen erstellt. Es zeigte sich aber, dass die Farben ohne HDR viel brillanter waren. Man beachte auch die Tiefenunschärfe, die so nur mit Spiegelreflex geht. Einfach herrlich! Demnächst das ganze in Bewegung mit Schwebestativ. Devin Graham, zieh dich warm an!

Wiener Winter

von Christoph

Oha! Schon zwei Jahre nichts mehr geschrieben. Hier mal ein paar Fotos vom Ausflug nach Wien am 11.12.2013. Natürlich in High Dynamic Range :). Wobei ich merke, dass meine alte Canon Powershot G9 qualitätsmäßig so langsam an ihre Grenzen stößt. Es wird demnächst wohl kein Weg an einer Spiegelreflexkamera (DSLR) vorbeiführen.

Musik, Musik (2011)

von Christoph

Dies ist die Fortsetzung von Musik, Musik, dem Beitrag von 2010. Auch diesen Sommer gab es wieder Highlights für Genießer, die ich so bedingungslos zum Kauf empfehlen kann.

  • Orchestral: Zunächst führt kein Weg an Thomas Bergersons erstem Solo-Album vorbei. Illusions ist das Album des Sommers. Wie Two Step from Hell, nur besser! Meine ausführliche Rezension lässt sich auch bei Amazon nachlesen.
  • Rockig: Von Globus, der Live-Combo von Immediate Music gibts es endlich, nach Jahren, ein neues Album: Break From This World mit neuen Stimmen. Meine Favoriten zum reinhören: The Promise, Elegy und Black Parade.
  • Trance + Klassisch: Zuletzt noch Einzelstücke. Ein aufstrebender Komponist aus Schweden ist Erik Ekholm. Ein ganzes Album kann ich noch nicht empfehlen, er muss noch wachsen, aber unbedingt hörbar sind Journey Of Life und Syklix (unter dem Label Brickwall Audio). Etwas länger im Geschäft ist Kerry Muzzey. Aber auch hier möchte ich kein Album empfehlen sondern nur Bernini's Angels. Sehr schön!

HDR-Panorama-Fotographie

von Christoph

Fotos ohne Nachbearbeitung? Gibts doch garnicht mehr! Aber richtig macht mans nicht mit ein klein wenig Retusche hier und da, sondern wenn schon dann komplett synthetisch. Besonders interessant sind hierbei die High-Dynamic-Range Techniken (Hochkontrast-Fotographie). Ich benutze dafür die Powershot G9 von Canon, die eine Belichtungsreihe mit einem Knopfdruck aufnehmen kann. D.h. es wird nicht nur ein Bild geschossen sondern zusätzlich noch ein oder mehr unterbelichtete und ein oder mehr überbelichtete. Die Belichtungen werden dann zum "perfekten" Bild kombiniert. Vorbei sind die Zeiten mit überstrahltem reinweißen Himmel!

Die Kombination zum HDR-Bild übernimmt Photomatix. Hat man mehrere Aufnahmen einer Szene, die sich überlappen kann man diese zu einem Panorama kombinieren. Gute Arbeit im automatischen zusammenpappen (stitching) leistet Autopano Pro. Doch genug der Vorrede, hier die Bilder: ich habe jeweils 3 Belichtungen in 5 veschiedenen Winkeln, also in der Summe 15 Bilder pro Panorama aufgenommen.

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